Einwandfreies Trinkwasser in ausreichender Menge 27.05.2010
Der Markt Wernberg-Köblitz betreibt eine gemeindliche Wasserversorgung für alle Ortsteile mit Ausnahme der Ortsteile Alletshof, Glaubendorf, Woppenhof und Rattenberg, die über den Zweckverband zur Wasserversorgung der Glaubendorfer Gruppe versorgt werden und die Ortsteile Maierhof, Neunaigen und Oberndorf, die an den Zweckverband zur Wasserversorgung Neunaigen – Kemnath angeschlossen sind. Die Wassergewinnung erfolgt über drei Tiefbrunnen, die sich auf Staatsforstgrund im Neunaigener Forst bzw. im Forstgebiet „Neudorfer Wald“ befinden. Der Brunnen II ist seit 2004 stillgelegt und bedarf einer Erneuerung. Für diesen Brunnen II wurde im Jahr 2006 ein neuer Brunnen IV im „Neudorfer Wald“ niedergebracht. Insgesamt stellen damit die Brunnen I, III und IV die Wasserversorgung sicher. Gefördert werden durchschnittlich rund 500.000 m3 Wasser jährlich. Der Wasserverlust ist Dank der ausgezeichneten Überwachung und Betreuung des Leitungsnetzes durch die drei gemeindlichen Wasserwarte mit ca. 5 % sehr gering. Von der Entnahme aus den Brunnen werden rund 460.000 m³ an die Wasserabnehmer verkauft. Der Wasserverbrauch der Endverbraucher in den letzten Jahren kontinuierlich rückläufig. Dies liegt zum einen an den modernen wassersparenden Einrichtungen in den Haushalten und dem generellen Bemühen, kostbares Trinkwasser zu sparen, zum anderen aber sicher auch an den steigenden Wassergebühren. Die Wasseraufbereitung erfolgt im Wasserwerk Kettnitzmühle. Da dieses zwischenzeitlich in die Jahre gekommen ist, soll dieses demnächst sowohl in technischer Hinsicht als auch die Gebäudehülle selbst saniert werden. Die Wasserspeicherung und –verteilung erfolgt über insgesamt vier Wasserhochbehälter: Hochbehälter Fischberg (1000 m3 und 250 m3), Hochbehälter Feistelberg (500 m3), Hochbehälter Wernberg (500 m3), Friedersdorf (150 m3) und den Hochbehälter Saltendorf (500 m3). Die Versorgungsanlagen der Wasserversorgung Wernberg-Köblitz werden durch elektronische Steuerungseinrichtungen überwacht. Hierfür sind vom Wasserwerk zum Hochbehälter Fischberg, von der Pumpstation im Industriegebiet West zum Hochbehälter Saltendorf und vom Pumpwerk Wohlsbach zum Hochbehälter Woppenhof Steuerungskabel verlegt. Der Hochbehälter Friedersdorf ist über Fernmeldeleitung mit der Zentralsteuerung WV Neunaigen-Kemnath im Hochbehälter Schmalhof in die elektronische Überwachung eingebunden. Ihr Wasser aus der Wernberg-Köblitzer Wasserversorgung ist natürlich, rein und frisch. Die Wasserhärte liegt 3,8 Grad deutscher Härte (dH). Damit ist es nach Waschmittelgesetz dem Härtebereich "weich" zuzuordnen. Wir empfehlen Ihnen für normal und schwach verschmutzte Wäsche eine Waschmitteldosierung nach dem Härtebereich "weich". So schonen Sie die Umwelt und sparen Geld. Lediglich bei stark verschmutzter Wäsche ist eine Dosierung nach Härtebereich "hart" sinnvoll. Auch Uran ist in unserem Wasser nur in kaum messbarer Menge enthalten (liegt mit 0,001 mg/l deutlich unter dem Richtwert von 0,01 mg/l). Die Wasserqualität können Sie unter www.wernberg-koeblitz.de abrufen. Die einwandfreie Wasserqualität und die Sicherstellung der Wasserversorgung im Gemeindegebiet erfolgt durch die drei gemeindlichen Wasserwarte Gustav Renner, Georg Zwack und Albert Schweiger. Neben den Brunnen, Hochbehältern, Pumpen und sonstigen technischen Einrichtungen betreuen diese rund 70 km Wasserleitungsnetz (zzgl. der Hausanschlüsse). In den kommenden Jahren kommen auf die Wasserwarte beträchtliche Aufgaben hinzu. Das in die Jahre gekommene Wasserwerk Kettnitzmühle bedarf einer grundlegenden Sanierung bzw. technischen Erneuerung. Der Brunnen II muss neu niedergebracht und mittelfristig der Brunnen III saniert werden, um langfristig die Wasserqualität und Wasserquantität (mit künftig ca. 600.000 m3 jährlich) für Ihre Versorgung zu sichern. Was für uns alle selbstverständlich ist, dass genügend und qualitativ bestes Wasser aus dem Wasserhahn kommt, bedeutet für unser Wasserwerkspersonal einen enormen Aufwand. Herzlichen Dank für diesen Einsatz, der oftmals auch über die normale Arbeitszeit hinausgeht. |
| 27.05.2010 Quelle: Geschäftsleitung, Peter Hartl |
