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Wasserversorgung Wernberg-Köblitz

Wasserhahn

 1. Geschichte

Die heutige Gemeinde Wernberg-Köblitz wurde in mehreren Phasen aus ursprünglich 8 ehemaligen Gemeinden (Oberköblitz, Wernberg, Glaubendorf, Woppenhof, Deindorf, Losau, Saltendorf u. Neunaigen) gebildet. Die Wasserversorgung als typische Aufgabe des eigenen Wirkungskreises der Gemeinde (Art. 83 Bayer. Verfassung und Art. 7 der Bayer. Gemeindeordnung) ist teilweise noch eine funktionierende Hinterlassenschaft der früheren Gemeinden.

Ursprünglich wurden die einzelnen Anwesen teilweise durch eigenen Brunnen oder den Dorfbrunnen versorgt. Später wurden erste Zentralleitungen gebaut. In Wernberg wird aus dieser ehemaligen „alten Wernberger Wasserleitung“ noch heute der Arnikabrunnen am Galgenbergweg und der Ortsbrunnen an der Kirche gespeist. In Oberköblitz benutzen noch einige Altanwesen das Wasser aus der alten Oberköblitzer Wasserleitung mit dem Quellgebiet im Köblitzbachtal zum Gartengießen.

Ab dem Jahr 1956 begann in den ehemaligen Gemeinden der systematische Ausbau von zentralen Wasserversorgungsanlagen. Die Gemeinde Oberköblitz errichtete in Kettnitzmühle ihr erstes Wasserwerk und auf dem Fischberg einen ersten Hochbehälter. Der Markt Wernberg speiste seine neue Zentralanlage zunächst noch mit dem eigenen Wasser aus dem Einzugsgebiet „Maiergrund“, errichtete aber dann den Hochbehälter  bei Wohlsbach, verbunden mit dem Anschluss an die Wasserversorgung Oberköblitz.

Im westlichen Gemeindebereich schlossen sich die ehemaligen Gemeinden Kemnath und Neunaigen zum Wasserzweckverband „Neunaigener Gruppe“, im östlichen Bereich die Gemeinden Glaubendorf, Woppenhof, Trausnitz, Söllitz und Weihern zum Wasserzweckverband „Glaubendorfer Gruppe“ zusammen. Diese Zweckverbände bestehen noch heute als eigenständige Wasserversorgungsunternehmen.

Mit der fortschreitenden baulichen Entwicklung, vor allem aber mit dem zunehmenden Ausbau und dem hohen Wasserbedarf der Glasindustrie in Unterköblitz wurde 1970 mit günstigen Wirtschaftsfördermittel des Staates das Wasserwerk in Kettnitzmühle auf modernsten Stand ausgebaut. Gleichzeitig wurden die bisher bereits vorhanden zwei Brunnen um einen weiteren leistungsfähigen dritten Brunnen und einem weiteren vergrößerten Hochbehälter erweitert. Noch heute dienen die Einrichtungen aus den 70 er Jahren der Gesamtwasserversorgung des Zentralbereiches.

Darüber hinaus bestanden in der Zwischenzeit Verbindungen zur leistungsstarken Wasserversorgung „Steinwaldgruppe“ noch Norden, sowie zur Wasserversorgung der „Glaubendorfer Gruppe“. Die Wasserversorgung des Zweckverbandes „Neunaigen-Kemnath“ ist mit der Wasserversorgung der Stadt Schnaittenbach im Westen verbunden.
Im Markt Wernberg-Köblitz sind heute mit Ausnahme von zwei Einzelanwesen (Gröbmühle und Zell) alle Anwesen an zentrale Wasserversorgungen angeschlossen.


2. Versorgungsgebiet Wernberg-Köblitz

Das Versorgungsgebiet der Wasserversorgung Wernberg-Köblitz umfasst folgende Ortsteile:

Damelsdorf, Deindorf, Diebrunn, Feistelberg, Friedersdorf, Kettnitzmühle, Kötschdorf, Kühlohe, Loaus
Oberköblitz, Prügelhof, Saltendorf, Schiltern, Schwarzberg, Trad, Unterköblitz, Wernberg, Wohlsbach, Ziegelhütte

Die Ortsteile Alletshof, Glaubendorf, Woppenhof und Rattenberg werden über den Zweckverband zur Wasserversorgung der Glaubendorfer Gruppe versorgt.
Die Ortsteile  Maierhof, Neunaigen und Oberndorf werden über den Zweckverband zur Wasserversorgung Neunaigen – Kemnath versorgt.

Die Wassergewinnung erfolgt über vier Tiefbrunnen, die sich auf Staatsforstgrund im Neunaigener Forst bzw. im Forstgebiet „Neudorfer Wald“ befinden. Der Brunnen II ist seit 2004 stillgelegt und bedarf einer Erneuerung. Für diesen Brunnen II wurde im Jahr 2006 ein neuer Brunnen IV im „Neudorfer Wald“ niedergebracht.

Die Wasserschutzgebiete für die Wasserversorgungen Wernberg-Köblitz und den Zweckverband Neunaigen – Kemnath wurden mit einer gemeinsamen Verordnung des Landratsamts Schwandorf vom 13. Januar 1983 gesichert. Der Umfang mit den jeweiligen Schutzzonen (Fassungsbereich, engere bzw. weitere Schutzzonen) ergibt sich aus den Lageplänen, die Bestandteil des Wasserrechtsbescheides sind. In den jeweiligen Schutzzonen gelten verschiedenen Nutzungsbeschränkungen, die ebenfalls aus dem Bescheid ersichtlich sind (z.B. Ausbringverbot bzw. –beschränkungen für Gülle, Düngung usw.).

Der Markt Wernberg-Köblitz verfügt über eine wasserrechtlich genehmigte Wasserentnahmemenge aus dem Grundwasservorkommen Neudorfer Wald in Höhe von 900.000 m³  pro Jahr. Derzeit werden aus den drei in Betrieb befindlichen Brunnen jährlich zwischen 500.000 – 600.000 m3 entnommen. Damit bestehen für die langfristige weitere Siedlungs- und Gewerbe- und Industrieentwicklung ausreichend Entnahmemöglichkeiten.

Von der Entnahme aus den Brunnen werden rund 460.000 m³ an die Wasserabnehmer verkauft. Der Wasserverbrauch der Endverbraucher in den letzten Jahren kontinuierlich rückläufig. Dies liegt zum einen an den modernen wassersparenden Einrichtungen in den Haushalten und dem generellen Bemühen, kostbares Trinkwasser zu sparen, zum anderen aber sicher auch an den steigenden Wassergebühren. 

Die Wasseraufbereitung erfolgt im Wasserwerk Kettnitzmühle. Da dieses zwischenzeitlich in die Jahre gekommen ist, soll dieses demnächst sowohl in technischer Hinsicht als auch die Gebäudehülle selbst saniert werden.

Die Wasserspeicherung und –verteilung erfolgt über insgesamt vier Wasserhochbehälter: Hochbehälter Fischberg (435,50 m ü. NN), Hochbehälter Feistelberg (467,50 m ü. NN), Hochbehälter Wernberg (435,50 m ü. NN), Friedersdorf (549,20 m ü. NN) und den Hochbehälter Saltendorf (514,40 m ü. NN).

Die Versorgungsanlagen der Wasserversorgung Wernberg-Köblitz werden durch elektronische Steuerungseinrichtungen überwacht. Hierfür sind vom Wasserwerk zum Hochbehälter Fischberg, von der Pumpstation im Industriegebiet West zum Hochbehälter Saltendorf und vom Pumpwerk Wohlsbach zum Hochbehälter Woppenhof Steuerungskabel verlegt. Der Hochbehälter Friedersdorf ist über Fernmeldeleitung mit der Zentralsteuerung WV Neunaigen-Kemnath im Hochbehälter Schmalhof in die elektronische Überwachung eingebunden.
Der Brunnen III des Marktes Wernberg-Köblitz und der Brunnen des Zweckverbandes Neunaigen – Kemnath wurden 2009 regeneriert.

3. Wasserwarte

Die einwandfreie Wasserqualität und die Sicherstellung der Wasserversorgung im Gemeindegebiet erfolgt durch die gemeindlichen Wasserwarte in Abstimmung mit dem gemeindlichen Bauamt.  

Wasserwerk Wernberg-Köblitz
Kettnitzmühle 13
92533 Wernberg-Köblitz
Telefon:
09604/9211-66

Fax:
09604/9211-67

E-Mail:

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Herr Georg Zwack
Wasserwart


Mobil:
0170-4563275

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Herr Albert Schweiger
Wasserwart


Mobil:
0160-96340209

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Herr Marco Norgauer
Wasserwart


Mobil:
0170-3306341

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4. Trinkwasserverordnung und Wasserqualität

Am 01.01.2003 ist die Trinkwasserverordnung in der Fassung vom 21. Mai 2001 in Kraft getreten. Die Neufassung der Verordnung wurde erforderlich, um die einschlägige EU-Richtlinie umzusetzen. Ziel ist es, eine hohe Qualität des Wassers, welches an Verbraucher abgegeben wird, in mikrobiologischer, chemischer und physikalischer Hinsicht entsprechend des modernen Verständnisses der Bürgerinnen und Bürger hinsichtlich eines umfassenden Gesundheitsschutzes zu gewährleisten.

Nach der Trinkwasserverordnung (TWVO) sind die Wasserversorgungsunternehmen verpflichtet, die Qualität des von ihnen gelieferten Trinkwassers durch regelmäßige Untersuchungen sicherzustellen. Die Untersuchungen dürfen nur von akkreditierten Labors durchgeführt werden, die - nach Prüfung durch das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) - in die vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (StMUGV) gem. §15 Abs. 4 veröffentlichte Liste aufgenommen sind. Darüber hinaus werden die Wasserversorgungsanlagen von den Gesundheitsämtern überwacht.

Die Trinkwasserverordnung schreibt vor, dass die Verbraucher durch den jeweiligen Unternehmer der Wasserversorgungsanlage über die Qualität des Trinkwassers informiert werden. Die Informationspflicht umfasst sowohl die Messergebnisse bei den Qualitätskontrollen, die Art der Wasseraufbereitung einschließlich der hierzu verwendeten Stoffe, wie auch Angaben über ausnahmsweise zugelassene Abweichungen oder Verwendungsbeschränkungen.

Alle Werte des Wernberg-Köblitzer Trinkwassers liegen weit unter den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzen. Dadurch eignet sich das Wasser auch hervorragend zur Zubereitung von Babynahrung. Und durch seine lebenswichtigen Mineralstoffe ist es auch für Erwachsene ein erfrischender Bestandteil einer gesunden Ernährung.  Die aktuellen Analyseergebnisse für das gemeindliche Versorgungsgebiet können Sie sich als PDF-Dokument auf Ihren Rechner laden:

Download Trinkwasseruntersuchung

Ihr Wasser aus der Wernberg-Köblitzer Wasserversorgung ist natürlich, rein und frisch. Die Wasserhärte beträgt ca. 4,1 Grad deutscher Härte (dH) (entspricht 0,72 mmol/l). Damit ist es nach Waschmittelgesetz dem Härtebereich "weich" zuzuordnen. Wir empfehlen Ihnen für normal und schwach verschmutzte Wäsche eine Waschmitteldosierung nach dem Härtebereich "weich". So schonen Sie die Umwelt und sparen Geld. Lediglich bei stark verschmutzter Wäsche ist eine Dosierung nach Härtebereich "hart" sinnvoll.

5. Sonstige Versorgungsträger im Gemeindegebiet

Wasserversorgung Glaubendorfer Gruppe
Zweckverband zur Wasserversorgung Glaubendorfer Gruppe
Geschäftsführung: Verw. Gemeinschaft Pfreimd
Marienplatz 2
925376  Pfreimd
Tel.: 09606/889-0 
Fax:  09606/889-50 
eMail: info@pfreimd.de

1. Vorsitzender Johann Müller 
Köttlitz 4 
92555 Trausnitz 
Tel. dienstl. 09606-8890 
Tel. privat  09655-723

Wasserwart: Georg Rewitzer, Luhe 
Tel. 09607-359

Wasserversorgung Neunaigen-Kemnath
Zweckverband zur Wasserversorgung Neunaigen-Kemnath
Geschäftsführung: Markt Wernberg-Köblitz
Nürnberger Straße 124
92533 Wernberg-Köblitz
Tel.: 09604/9211-0
Fax: 09604/9211-50
eMail: info@wernberg-koeblitz.de

1. Vorsitzender Vitus Bauer
St.-Vitus-Str. 6a
92533 Wernberg-Köblitz
Tel.-Nr. 09604-2491

Wasserwart: Günther Butz-Bäumler 
Maierhof 8 
92533 Wernberg-Köblitz 
Tel. 09604-3169 oder 0176/10077717