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Geschichte

Ein Blick in die Geschichte verrät uns, dass...

Wernberg...„Wernberg“ erstmals urkundlich im Jahr 1280 beim Verkauf der Burg an Konrad den Paulsdorfer erwähnt wurde. Durch den Fund einer Kupfermünze im Brunnenschacht der Burg aus der Zeit Ptolemäus VII (221 – 247 n. Chr.) spricht jedoch alles dafür, dass die Römer spätestens im 3. nachchristlichen Jahrhundert einen dem Limes vorgeschobenen Beobachtungs- und Grenzposten auf dem „Werder“ errichtet haben. Der Ort Wernberg entwickelte sich im Laufe der Zeit unterhalb der gleichnamigen Burg an der Kreuzung der alten Post-, Heer- und Handelsstraße Nürnberg-Prag und Regensburg-Eger (heute Kreuzung A6 / A93). Im Jahr 1567 erhielt Wernberg das Marktrecht, sowie eine Maut- und Zollstation. Die taxische kaiserliche Reichsposthalterei wurde 1705 eingerichtet.

Der überwiegend von Handwerkern, Taglöhnern und knapp einem halben Dutzend Ökonomiebürgern bewohnte Ort erhielt im Jahre 1406 einen "Schultheiß und Schöffen", d.h. einen Bürgermeister und Ratsmitglieder. Im Kreuzungspunkt der beiden Straßenzüge ist in der spätgotischen Zeit eine Kirche erbaut worden, etwa zwischen 1500 und 1530, die der hl. Mutter Anna geweiht wurde und als Filialkirche von Oberköblitz aus versehen wurde. Das Wappen wurde Wernberg 1560 verliehen. Damals hatte der Ort 28 steuerpflichtige Hausbesitzer. Bis zum 30jährigen Krieg (1618 - 1648) zeigte Wernberg eine langsame aber ständige Aufwärtsentwicklung. Die Kriegs- und Nachkriegswirren führten aber zu einem wirtschaftlichen Niedergang, ebenso die am 10. Juni 1687 entstandene Feuersbrunst, die die gesamte Ortschaft in Schutt und Asche gelegt hat. Alle Unterlagen über Ursprung und Altertum der Ortschaft wurden vernichtet. Ende des 17. Jahrhunderts waren die harten Schicksalsschläge von der Bevölkerung überwunden und es setzte wieder eine Aufwärtsentwicklung ein. Die Marktgemeinde Wernberg entstand, wie fast alle Gemeinden Bayerns, 1817 - 1818. Sie wurde aus dem Markt Wernberg und dem Dorf Wohlsbach gebildet. Die Gemeinde gehörte zum Landgericht älterer Ordnung Nabburg, aus dem 1862 das gleichnamige Bezirksamt, der spätere Landkreis Nabburg hervorging. Die Gebietsreform hatte auch auf die Gemeinde erhebliche Auswirkungen. Im Jahre 1972 wurde die ehemalige Gemeinde Losau in die Marktgemeinde Wernberg eingegliedert und mit Wirkung vom 01.01.1974 wurde schließlich aus dem Markt Wernberg und der Gemeinde Oberköblitz die Marktgemeinde Wernberg-Köblitz gebildet.



OberköblitzDie Namen „Oberköblitz und Unterköblitz“ sind slawischen Ursprungs und deuten auf slawische Ansiedlungen hin. Die dokumentarisch früheste Erwähnung finden wir 1277 in der Bezeichnung "koblitz", dann 1279 als "Chobolst", 1280 als "Coeblitz", 1324 als Pfarre Chöblitz und 1438 als Oberköblitz. Die beiden letztgenannten Bezeichnungen entstammen dem Pfarreienverzeichnis des Bistums Regensburg. Im Jahre 1530 zählte Oberköblitz (auch Kirchenköblitz genannt ) 17 Anwesen, dazu den Pfarrhof und die Kirche. Nach dem 30 jährigen Krieg bestanden nur noch 12 Anwesen. Oberköblitz liegt an einer seit der späten Römerzeit bedeutenden Handelsstraße, die als Abzweig zur sog. "Magdeburger Straße" von Regensburg über das Fichtelgebirge zur Ostsee führte. Mit aller Wahrscheinlichkeit führte der Weg zwischen der heutigen St. Emmeramskirche und dem alten Pfarrhof hindurch, den Hohlweg hinauf bis nach Feistelberg, an der Kapelle vorbei und weiter nach Luhe. Diese Straße hatte durch das ganze Mittelalter hindurch Bestand. Die politische Gemeinde Oberköblitz wurde im Jahre 1828 aus den Steuerdistrikten Oberköblitz, (Oberköblitz, Diebrunn und Feistelberg) und Unterköblitz (Unterköblitz und Kettnitzmühle) gebildet. Alle Orte der Gemeinde, ausgenommen Kettnitzmühle, gehörten zum leuchtenbergischen Pflegamt Wernberg. Das ehemalige Landsassengut Kettnitzmühle unterstand dem bayerischen Pflegamt Nabburg. Oberköblitz war ursprünglich eine reine Landgemeinde mit einigen Handwerkern. Erst wenige Jahre vor dem 2. Weltkrieg änderte sich die Struktur der Gemeinde, als mit der Ansiedlung der Siglawerke erstmals Industrie im Gemeindegebiet ansässig wurde. Nach 1945 setzte eine weitere Industrialisierung ein, die insbesondere Unterköblitz zu Gute kam. Dagegen habe die Orte Diebrunn und Feistelberg ihr landwirtschaftliche Gepräge bis zum heutigen Tag erhalten. Im Zuge der Gebietsreform wurde 1972 die Gemeinde Neunaigen in die Gemeinde Oberköblitz eingegliedert. Schließlich vereinigten sich am 01.01.1974 der Markt Wernberg und die Gemeinde Oberköblitz zur Marktgemeinde Wernberg-Köblitz.



Neunaigen„Neunaigen“ wird im Jahr 1310 erstmals in Urkunden erwähnt. 1438 wird Neunaigen zur Pfarrei. Die Ortschaft Maierhof wird 1489, Oberndorf schon 1397 urkundlich erwähnt. Der Name Neunaigen dürfte auf eine Schenkung zurückzuführen sein. Durch einen Erimberg von Leiteradersdorf wurde es bereits 1143 an das Kloster Ensdorf geschenkt.

 



SaltendorfIn „Saltendorf“ verpfändete Bischof Friedrich von Regensburg am 05. Mai 1350 an den Pfarrer Gottfried in Pfreimd auf dessen Lebenszeit den Neubruchzehnt.

 

 


Losau„Losau“ gehörte zu den kleinsten Gemeinden des ehemaligen Landkreises Nabburg. Es umfasste die Ortsteile Schiltern mit Prügelhof und Losau. Schiltern wird 1140 erstmals urkundlich erwähnt, Losau 1316.

 

 


Woppenhof„Woppenhof“ („Wappenhof“) reicht in seiner Geschichte wahrscheinlich bis in das 11. Jahrhundert zurück. Aus den Urkunden des ersten Leuchtenbergischen Lebensbuches aus dem Jahr 1395 kann bestätigt werden, dass zum Ende des 14. Jahrhunderts die Landgrafen von Leuchtenberg die Standesherren von Woppenhof waren. Schwere Brände zerstörten wiederholt den Ort mit Kirche und Schloss. Nach den heutigen Hausnamen (Wagner, Bräuer, Ziegler, Weber, Kramer, Bäcker, Müller, Schuster, Schmied, Schneider, Binder, Wirt, Metzer) herrschte rege Gewerbetätigkeit am Ort.


Deindorf„Deindorf“ mit seinen Ortschaften Alletshof, Kötschdorf und Trad wird bereits am 28. April 1017 urkundlich erwähnt, als es von Kaiser Heinrich II an das Bistum Regensburg geschenkt wird.

 

 


Glaubendorf„Glaubendorf“ wurde wahrscheinlich im 11. Jahrhundert errichtet. Als älteste Namensform kennen wir „Glautbeydorf“. Im Jahre 1367 gehörte die Ortschaft bereits den Nothaften, ging später auf die Fuchssteiner über, ehe es leuchtenbergerisch wurde. Ein Gasthof „Zum Schloss“ lässt auf eine frühere burgähnliche Anlage schließen.

Um 1500 hatte Glaubendorf bereits einen Pfarrer, der auch die Gläubigen in Trausnitz, Weihern und Gleiritsch betreute. Unter Pfarrer Ebenburger wurde der Pfarrsitz nach Oberköblitz verlegt. Seit 1741 ist Glaubendorf eine Expositur.


SchwarzbergFür die Ortschaft „Schwarzberg“ der ehemaligen Gemeinde Glaubendorf konnte die erstmalige urkundliche Erwähnung in einem Schutzbrief von Pabst Celestin III vom 15. Mai 1195 für das Kloster Weißenohe nachgewiesen werden.

 


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