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Luftbild - Wernberg-Köblitz_Ortsmitte

Im Landesentwicklungsprogramm Bayern (LEP) wird eine Sicherung und Weiterentwicklung der sog. »zentralen Orte« als Mittelpunkte des gesellschaftlichen Lebens propagiert. Danach sollen die zentralen Orte 

  • als Versorgungsschwerpunkte mit unterschiedlichen Einrichtungen öffentlicher und privater Träger ausgebaut und gesichert werden,
  • als Schwerpunkte der Siedlungsentwicklung zu einer Konzentration und Verdichtung der Bebauung beitragen,
  • die Standortfaktoren für die Wirtschaft besonders stärken,
  • einen Beitrag zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen leisten,
  • kulturelle und soziale Aktivitäten initiieren und unterstützen sowie
  • die Bürger bei allen wesentlichen Entscheidungen zur räumlichen Entwicklung frühzeitig informieren und beteiligen.

Die zentralen Orte werden im LEP nach Bedeutung und Eigenart ihrer jeweiligen Aufgaben eingestuft. Eine Gemeinde wird als zentraler Ort ausgewiesen, wenn sie die erforderlichen Einstufungskriterien erfüllt. Das Landesentwicklungsprogramm unterscheidet folgende Stufen zentraler Orte:  

-> Grundzentrum  
-> Mittelzentren (vorher mögliche Mittelzentren)
-> Oberzentren (vorher mögliche Oberzentren) 

Wernberg-Köblitz war bisher als Unterzentrum eingestuft. Mit dem LEP 2013 wurde auf die Unterteilung in Klein- und Unterzentren verzichtet. Seither ist Wernberg-Köblitz als Grundzentrum eingestuft. 

Was heißt das nun: Ein Grundzentrum? Grundzentren sollen die zentralörtliche Versorgungsfunktion für mindestens eine andere Gemeinde wahrnehmen und einen tragfähigen Nahbereich aufweisen. Die Grundzentren sollen darauf hinwirken, dass die Bevölkerung ihres Nahbereichs mit Gütern und Dienstleistungen des Grundbedarfs in zumutbarer Erreichbarkeit versorgt wird.  

Ende 2014 ist eine weitere Überarbeitung und Weiterentwicklung des LEP geplant. Im Zuge dieser Überarbeitung wird der Markt Wernberg-Köblitz versuchen, evtl. auch in Kooperation mit anderen Gemeinden, eine Aufstufung zum Mittelzentrum zu erreichen. Mit dieser Aufstufung könnte das Angebot an Arbeitsplätzen und eine weitere Stärkung der Einzelhandelsversorgung im nördlichen Teil des Landkreises Schwandorf erfolgen.